American IPA
Intensiv hopfig, aromatisch und trocken – ein American IPA mit Zitrus- und Tropenfrucht-Aromen und ausgeprägter, sauberer Bittere.
- Stammwürze
- 14 °P
- Alkohol
- ca. 6,2 % vol.
- Bittere
- 55 IBU
- Farbe
- Kupfergold bis helles Amber (ca. 18 EBC)
- Gärzeit
- 2–3 Wochen
- Schwierigkeit
- Fortgeschrittene
Das India Pale Ale ist der Vorzeige-Bierstil der Craft-Beer-Bewegung und polarisiert: Hopfen-Enthusiasten lieben die intensive Aromatik und die trockene Bittere; wer es eher malzbetont mag, wird hier herausgefordert. Der Schlüssel liegt in einem zweistufigen Hopfeneinsatz – Bitterhopfen früh in der Kochung, Aromahopfen spät und als Dry Hop direkt im Gärtank. Das Ergebnis soll nach frischem Hopfen duften, nicht nach Bitterkeit schmecken.
Zutaten für 20 Liter
Schüttung
| Malz | Menge | Anteil |
|---|---|---|
| Pale Ale Malz | 3,8 kg | 84 % |
| Münchner Malz (hell) | 0,4 kg | 9 % |
| Carapils | 0,3 kg | 7 % |
| Gesamt | 4,5 kg |
Das Carapils sorgt für Schaumhaltigkeit und Körper, ohne Farbe oder Süße hinzuzufügen.
Hopfen
| Hopfen | Menge | Alpha | Zeitpunkt | IBU |
|---|---|---|---|---|
| Magnum | 18 g | 12,5 % | 60 min | ~28 |
| Cascade | 25 g | 5,5 % | 15 min | ~12 |
| Centennial | 20 g | 10,0 % | 5 min | ~10 |
| Cascade | 30 g | 5,5 % | Whirlpool (80 °C) | ~5 |
| Centennial | 25 g | 10,0 % | Whirlpool (80 °C) | – |
| Citra | 40 g | 13,0 % | Dry Hop (4 Tage) | – |
| Mosaic | 20 g | 11,5 % | Dry Hop (4 Tage) | – |
| Gesamt | 178 g | ~55 IBU |
Hefe
- Empfehlung: Fermentis Safale US-05 (Trockenhefe, neutral, sehr zuverlässig)
- Alternativ flüssig: Wyeast 1056 American Ale oder White Labs WLP001
Wasser
| Menge | |
|---|---|
| Hauptguss | 14,5 L |
| Nachgüsse | 11,0 L |
Wasserchemie: Sulfat erhöhen auf 150–200 mg/L (mit Calciumsulfat/Gips), Chlorid niedrig halten (<60 mg/L). Das Sulfat betont die trockene, knackige Bittere.
Brauparameter
| Parameter | Wert |
|---|---|
| Ziel-Stammwürze | 14,0 °P |
| Ziel-Restextrakt | ca. 2,5 °P |
| Vergärungsgrad | ca. 82 % |
| Bittere | 55 IBU |
| Farbe | ca. 18 EBC |
| Kochdauer | 60 min |
| Anstelltemperatur | 19–20 °C |
Maischprogramm
| Rast | Temperatur | Dauer | Zweck |
|---|---|---|---|
| Hauptrast | 65 °C | 60 min | Trocken vergärend, hohe Vergärbarkeit |
| Abmaischen | 76 °C | 10 min | Enzyme inaktivieren |
Eine einzige niedrige Rast ergibt ein trockenes, leichtes IPA. Wer mehr Körper möchte, rastet bei 67–68 °C.
Gärung & Reifung
Hauptgärung: 7 Tage bei 19–20 °C. Lebhafte Gärung nach 12–24 Stunden. Nach 5–6 Tagen lässt die Aktivität nach.
Dry Hopping: Sobald der Restextrakt stabil ist (Hauptgärung abgeschlossen), Dry-Hop-Hopfen direkt in den Gärtank geben. Sauerstoffkontakt dabei unbedingt vermeiden – Oxidation zerstört feine Hopfenaromen. 3–4 Tage bei 19 °C stehen lassen, dann abfüllen.
Abfüllung: Mit 6 g Zucker pro Liter abfüllen.
Trinkreife: IPA soll frisch getrunken werden. Die Hopfenaromen sind in den ersten 4–6 Wochen nach Abfüllung am intensivsten und verblassen danach merklich.
Tipps
- Hop Bursting: Den Großteil des Hopfens erst in den letzten 15 Minuten und im Whirlpool zugeben – für maximales Aroma bei moderaterer Bittere.
- Citra und Mosaic sind die intensivsten der aufgeführten Sorten. Wer es dezenter mag, ersetzt sie durch mehr Cascade.
- Das Dry Hopping unter CO₂-Schutzatmosphäre durchführen, wenn möglich – oxidiertes IPA schmeckt nach nassem Karton.
- Keine Angst vor der Hopfenmenge: Bei einem IPA ist viel Hopfen ausdrücklich erwünscht.